Auf Underline-webdesign.de steht „Gut durchdacht – das Festplatzsystem“ unter den Redaktionsempfehlungen. Auf der sichtbaren Seite fehlen eine Erklärung des Begriffs und der zugehörigen Regeln. Deshalb lässt sich daraus keine konkrete Webdesign-Methode ableiten.
Für den Einsatz auf einer Website braucht das Festplatzsystem eine klare Definition und nachvollziehbare Gestaltungsregeln. Bis dahin sollte ein Gestaltungssystem konkrete Probleme lösen und auf verschiedenen Bildschirmgrößen funktionieren. Es sollte außerdem Besucherinnen und Besuchern die Bedienung erleichtern.
Was der Eintrag über das Festplatzsystem belegt
Underline-webdesign.de ordnet den empfohlenen Beitrag zwischen Themen wie Websicherheit, Gestaltung und Suchmaschinenoptimierung ein. Ein Teaser, ein Veröffentlichungsdatum oder eine Erklärung des Festplatzsystems ist in diesem Eintrag nicht zu sehen. Der Titel allein lässt offen, ob es sich um ein Webdesign-Konzept handelt und welche Regeln es vorgibt.
Ein Gestaltungssystem im Webdesign besteht üblicherweise aus Regeln und Bausteinen, die auf mehreren Seiten wiederverwendet werden, etwa Farben, Schriftgrößen, Abstände und Bedienelemente. Ob das Festplatzsystem diese Bedeutung hat, ist damit nicht geklärt. Verwechseln Sie den Namen daher nicht mit einem etablierten Raster oder einer bestimmten Gestaltungstechnik.
Begriff und Regeln klären
Bevor Sie die Methode in einem Entwurf verwenden, klären Sie, was „Festplatzsystem“ im ursprünglichen Beitrag bezeichnet. Fragen Sie nach dem Volltext oder einer Erläuterung durch die Redaktion. Entscheidend sind eine präzise Definition, die vorgesehenen Einsatzbereiche und ein Beispiel, an dem sich die Regeln nachvollziehen lassen.
Für die praktische Anwendung sollte außerdem klar sein, welches Problem das Konzept löst. Dabei kann es etwa um eine einheitliche Seitenstruktur gehen, um wiederverwendbare Gestaltungselemente oder um bessere Orientierung. Fehlen diese Angaben, lassen sich weder passende Komponenten auswählen noch sinnvolle Ausnahmen beurteilen.
Links eindeutig gestalten
Für Links gilt unabhängig davon eine konkrete Gestaltungsregel: Besucherinnen und Besucher müssen schnell erkennen, welche Textstellen anklickbar sind. Das Queensland Government Design System empfiehlt Unterstreichungen grundsätzlich für Links und interaktive Texte, wenn die Interaktivität nicht bereits durch die Gestaltung deutlich wird. Das hilft besonders auf Mobilgeräten, weil dort kein Mauszeiger auf einen Link zeigen kann.
Verwenden Sie Unterstreichungen deshalb konsistent. Wenn ein Link im Fließtext unterstrichen ist, sollten gleichartige Links auf anderen Seiten ebenfalls so aussehen. Unterstreichen Sie gewöhnliche Hervorhebungen nicht im selben Stil, denn dann können Leserinnen und Leser sie für klickbar halten. Diese Empfehlung ist eine allgemeine Orientierung für Linkgestaltung und keine belegte Regel des Festplatzsystems.
HTML und Gestaltung trennen
Für eine rein optische Unterstreichung empfiehlt MDN die CSS-Eigenschaft text-decoration: underline. Das HTML-Element <u> hat eine andere Bedeutung: Es kennzeichnet Text, der aus einem besonderen Grund markiert ist. Verwenden Sie es daher nicht einfach als Ersatz für CSS, wenn Sie nur das Aussehen eines Links oder einer Hervorhebung festlegen möchten.
Prüfen Sie neben der Unterstreichung auch Farbe und Kontrast sowie, ob sich Links mit der Tastatur bedienen lassen. Ein Link sollte nicht allein durch einen Farbunterschied erkennbar sein. Prüfen Sie auf schmalen und breiten Bildschirmen, ob Links klar vom normalen Text zu unterscheiden sind.
Festplatzsystem am Entwurf prüfen
Wenn eine vollständige Erklärung des Festplatzsystems vorliegt, prüfen Sie die Regeln an einem konkreten Seitenentwurf. Prüfen Sie, ob sich Farben, Abstände und Bedienelemente eindeutig festlegen lassen, ob die Struktur auf einem Smartphone verständlich bleibt und ob klar ist, wann eine Regel gilt und wann eine begründete Ausnahme sinnvoll ist.
Ein Gestaltungssystem ist nur dann hilfreich, wenn mehrere Seiten davon profitieren und die Regeln im Alltag verständlich bleiben. Wenn eine Vorgabe die Orientierung erschwert oder auf kleinen Bildschirmen nicht funktioniert, braucht sie eine Anpassung. Klären Sie Zweck und Anwendung einzelner Elemente, bevor Sie sie übernehmen.

